Diamanten - fast jeder und jede liebt sie!

Wer kann diesem Strahlen schon widerstehen. So schön sie auch sind, so unschön kann der Abbau von Diamanten ablaufen. Doch längst gibt es Verfahren, um den Import von sogenannten “Blutdiamanten” zu vermeiden. Erfahren Sie mehr über den Kimberley Prozess und wie wir sicherstellen können, dass unsere Diamanten unter fairen Bedingungen abgebaut werden.


Definition Kimberley Zertifikat 

Das Kimberley Zertifikat ist ein Dokument, das die Einhaltung des Kimberley Prozesses (nachfolgend als KP bezeichnet) bestätigt. Ziel ist es den Handel mit sogenannten Blut- und Konfliktdiamanten zu unterbinden. Die Gewinne sollen sich positiv auf die Herkunftsländer auswirken, in dem sie im Bereich Infrastruktur und sozialer Einrichtungen eingesetzt werden. Seit der Einführung des Zertifizierungssystems Kimberley Process Certification Scheme, kurz KPCS, ist der internationale Handel mit Rohdiamanten nur noch mit gültigem Kimberley Zertifikat möglich. Der Handel der Rohdiamanten beschränkt sich auf die Teilnehmerstaaten, die an dem Zertifizierungssystem des Kimberley Prozesses teilnehmen. Heute zählt der Kimberly Prozess rund 54 Mitglieder und insgesamt 81 Staaten. Seit 2003 ist der Kimberley-Prozess offiziell in Kraft


Definition Blut-/ Konfliktdiamanten

Nach der Definition des KP werden Rohdiamanten als Blut- /Konfliktdiamanten bezeichnet, die von Rebellenbewegungen benutzt werden, um die Bürgerkriege in Afrika zu finanzieren.


Was genau ist der Kimberley Prozess?

Seit Jahrzehnten wird eine Vielzahl von Bürgerkriegen in Afrika durch den Verkauf von Blutdiamanten finanziert. Die Diamanten werden illegal geschürft und anschließend verkauft. Sie gelten damit als finanzielle Ressourcen der kriegführenden Parteien in Afrika.

In den 2000er Jahren trafen sich Nichtregierungsorganisationen (NGOs), Unternehmen der Diamantindustrie und Vertreter der Staaten, die an der Produktion von Diamanten beteiligt sind, in der südafrikanischen Stadt Kimberley, um eine Strategie zwecks der Eindämmung von Blutdiamanten zu entwickeln.

2003 resultierte daraus das Kimberley-Zertifikat. Seit Inkrafttreten des Kimberley Prozesses darf nur mit Diamanten gehandelt werden, wenn offizielle Herkunftszertifikate des jeweiligen Ursprungslandes vorliegen.


So läuft der Prozess ab

Das Zertifizierungssystem des Kimberley-Prozesses ist eine Regelung zur Kontrolle der Importe und Exporte der RohdiamantenDie Förderung sowie der Transport der Rohdiamanten wird von der Mine bis zum Ort des Exports kontrolliert. Die Rohdiamanten werden in entsprechenden Behältern versiegelt. Zudem wird für jede Lieferung ein  Kimberley Zertifikat ausgestellt. Importe einer Rohdiamanten-Lieferung ohne Zertifikat ist verboten. Unabhängig davon, ob der Versand von einem Mitglied des Kimberley Prozesses erfolgt oder von einem Nichtmitglied.


Diamant-Fakten

Diamanten gehören zu den seltensten und wertvollsten Produkten der Natur. Die ältesten Diamantenfunde ereigneten sich Berichten zufolge im 4. Jahrtausend vor Christus in Indien. Damals wurden den Diamanten eine magische Wirkung nachgesagt, weshalb sie als Talismane genutzt wurden.

Im 13. Jahrhundert entdeckte man, dass Diamanten bearbeitet werden können. In Indien ist man damit aber auf Ablehnung gestoßen, da die Menschen glaubten, dass der Diamant damit seine magische Wirkung verlieren würde.

Im 18. Jahrhundert gab es in den indonesischen und indischen Minen nur noch wenige Diamanten. Ein Portugiese entdeckte in Brasilien während seiner Suche nach Gold den ersten Diamanten außerhalb von Asien. Anschließend fand man auch den ersten Diamant 1869 in der Stadt Kimberley in Südafrika

Südafrika wurde darauffolgend zum Hauptlieferanten von Diamanten.

  • 1908 erste Funde auch in Südwestafrika
  • 1955 wurde der erste Diamant künstlich hergestellt
  • 1961 wurde zum ersten mal ein Diamant auf dem Meeresboden entdeckt

Heute ist Australien der Hauptlieferant für Diamanten (Argyle Mine).

Verwendung von Diamanten

  • Schleif- und Schneidewerkzeug in der Industrie
  • Typisch als Schmuckstein
  • Als Wertanlage

Der Diamant ist das härteste bekannteste Mineral mit einer Mohshärte von 10. 

Daher eignet sich der Diamant besonders gut für Fingerringe, da er wegen seiner hohen Mohshärte sehr robust und weniger anfällig für Beschädigungen durch den täglichen Gebrauch ist. 


Die 5 C´s - Carat, Clarity, Colour, Cut und Confidence

Carat/ Karat

Karat ist die Einheit, in der das Gewicht der Diamanten angegeben wird. Die Karatzahl gibt nur das Gewicht des Diamanten an und sagt nichts über die Größe des Diamanten aus.

Damit die Größe des Diamanten bestimmt werden kann, werden zwei Faktoren berücksichtigt:

  • Die Messung des Diamanten in Millimeter
  • Die Schliff Ausführung und Proportion des Diamanten


Bildquelle: Your Younique Diamond

Clarity/ Reinheit

Je weniger Einschlüsse der Diamant aufweist, desto wertvoller ist er. Es gibt vier hauptsächliche Reinheitsstufen:

flawless (FL)
Der Diamant ist absolut Lupenrein und hat keinerlei Einschlüsse.

very very small inclusions (VVS)

Im Diamanten sind sehr, sehr kleine Einschlüsse zu finden.

small inclusions (SI)
Im Diamanten sind kleine Einschlüsse zu finden.

Es liegt eine 10-fache Vergrößerung zugrunde. 
Weitere Angaben zur Reinheit findest du hier.

Colour/ Farbe

Die Farbe gibt an, wie farblos, bzw. wie farbig ein Diamant ist. Je farbloser ein weißer Diamant erscheint, desto höher ist die Qualität des Diamanten.


Für die Einstufung der Farben gibt es eine allgemeine Farbskala:

 

Cut/ Schliffqualität

Unter dem Schliff versteht man, wie optimal die Form, die Proportionen der Winkel und die Politur ausgeführt wurden. Durch optimale Winkel und Proportionen werden die Brillanz und das Feuer des Diamanten verstärkt und hervorgehoben. Bei einem guten Schliff wird das Licht von einer zur anderen Facette reflektiert und strahlt durch den oberen Bereich des Diamanten zurück. 

Auch hier gibt es vier verschiedene Bezeichnungen: 

  • Exzellent: Der Diamant weist eine perfekte Proportion und Symmetrie auf. Das Licht, das in den Diamanten eintritt, wird vollständig reflektiert.
  • Sehr gut: Der Diamant hat eine sehr gute Proportion und Symmetrie. Er  hat eine sehr gute Brillanz.
  • Gut: Die Proportionen des Diamanten weisen geringe Abweichungen auf. Die Symmetrie und Brillanz sind gut. Z
  • Mittel: Proportionen und Symmetrie stellen größere Abweichungen dar. Die Brillanz ist mittelmässig, zum Teil geht Licht verloren.


Confidence/ Vertrauen

Dieses “fünfte C” ist relativ neu. Hier geht es um eine garantierte, zertifizierte Herkunft der Diamanten gemäß den Richtlinien des Kimberley Prozesses. Manchmal steht das “fünfte C” auch für “Certificate” und meint, dass die Qualität und also der Wert, aber auch die konfliktfreie Herkunft in Form eines Zertifikats nachgewiesen wird. Andere Auslegungen dieses neuen “C” stehen für “conflict free, child labour free, corruption free”. Auf jeden Fall gewinnen diese Gesichtspunkte im Diamantenhandel immer mehr an Bedeutung.


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Ab heute könnt ihr bei GEMHYPE.COM konfliktfreie Diamanten kaufen! Wir haben unsere Produktpalette erweitert - ab dem 14.02.2021 gibt es die neue Rubrik Diamanten in unserem Shop. Die Diamanten erhalten wir von einem, nach unseren Kriterien ausgewählten Partner aus unserer Region Idar-Oberstein. Natürlich handelt es sich dabei ausschließlich um Diamanten, die den Kimberley Prozess durchlaufen sind

Bild: Diamant | Produkt-Nr.: D60001 | 0,29 carat | 3,6 x 3,6 mm 

Es sind noch Fragen offen oder du hast eine individuelle Anfrage? Wir freuen uns auf deine Nachricht. info@gemhype.com

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Quellen:
Generalzolldirektion DE
Europäische Kommission 
KIMBERLEY PROCESS
Edelsteine und Schmucksteine - Walter Schumann

 

 

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